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Safran - Lichtbringer in dunklen Zeiten

Safran gehört zu den teuersten Gewürzen. 

Er trägt auch Namen wie „Rotes Gold“ oder „Gold des Lebens“. 

In Handarbeit werden die Narbenschenkel des Safrankrokus (Crocus sativus) geerntet und diese Narben bringen kaum Gewicht auf die Waage: für 100 g benötigt man etwa 50 000 Blütennarben. 

Als „Gold unter den Gewürzen“ gilt Safran nicht nur aufgrund des hohen Preises, sondern auch wegen seiner hohen Heilkraft. Bereits in ägyptischen Papyri als auch in der Bibel wurde Safran als Heilmittel erwähnt. 

 

Safranfäden sind ziegelrot bis purpurbraun und färben Wasser intensiv gelb. 

 

Die rote Farbe des Safrans wird gerne mit Blut und damit mit der Farbe des Lebens und Lebenskraft assoziiert. In vielen überlieferten Rezepten ist Safran wichtiger Bestandteil von Lebenselixieren. Man sagte ihm lebensverlängernde Eigenschaften nach. Bei der Behandlung diverser chronischer Erkrankungen kam er zum Einsatz.

 

Das sonnenhafte Gelb der mit Safran gefärbten Auszüge wird gerne mit seiner positiven Wirkung auf die Stimmung in Verbindung gebracht. Seit Jahrhunderten heißt es vom Safran, er mache fröhlich und sei „die höchste Arznei gegen Trauer und Kummer“.

 

„Safran erfreut das Herz und verjüngt das Gehirn“ lautet es in einem medizinischen Lehrbuch aus dem 14. Jahrhundert. Nicht nur für hellere Stimmungszustände wurde Safran empfohlen, auch guten Schlaf sollte er bringen und sein Duft galt als „liebessteigernd“.

 

Wem die dem Safran nachgesagte euphorisierende und "angenehme Gefühle" erzeugende Wirkung verlockend erscheint, könnte als Kaffeealternative am Frühstückstisch einen anregenden, harmonisierenden Safrantee trinken:

 

4- max. 6 Safranfäden in eine Tasse geben (je nach Geschmack reichen auch 1-2 Safranfäden pro Tasse),

heiß überbrühen und bei Trinktemperatur mitsamt den Fäden trinken.

 

Zu beachten ist, dass Safran nicht überdosiert werden darf. In allzu hoher Dosierung ist er tatsächlich giftig. Schon der griechische Arzt Dioskurides schrieb im Jahr 512 v. Chr.: "Safran kann den Menschen lachender Gestalt umbringen." Doch das geringe Gewicht des Safrans und sein bitterer Geschmack verhindern versehentliche Überdosierungen. 

In der Schwangerschaft ist Safran nicht geeignet! Hoch dosiert kam Safran in früheren Zeiten bei Abtreibungen zum Einsatz.

 

Im Ayurveda gibt es die Empfehlung, Safran in warmer Milch zu trinken.

In der ayurvedischen Tradition gilt Safran als Heilmittel bei depressiven Stimmungslagen, nervöser Unruhe sowie als Revitalisierungsmittel zur Unterstützung der körperlichen als auch geistigen Leistungsfähigkeit. 

 

Optimal wäre es, den Safran vor der Zugabe in die warme Milch zu erwärmen und fein zu mörsern.

So gibt er sein Aroma optimal ab.

 

Vorschlag für eine Safran-Gewürzmilch:

300 ml Milch (z.B. Hafermilch) mit 1 Gewürznelke und 1 Prise Zimtpulver kurz köcheln lassen.

Knapp 1 TL Mandelmus und Honig in die warme Milch einrühren und zuletzt 1 Msp. erwärmten und gemörserten Safran zugeben.

 

Beim Kauf von Safran sollte auf eine gute Qualität geachtet werden. Da Safranpulver wohl gerne gestreckt wird und auch schnell sein Aroma verliert empfiehlt sich der Kauf ganzer Safranfäden. 

 

Als Gewürz verleiht Safran Speisen Würze und Farbe. Zum Beispiel kann er Hefegebäck ein besonderes Aroma verleihen, Suppen, Fisch oder Gemüse wie Spargel oder Kohlrabi eine besondere Note verleihen. Und was wäre ein Risotto ohne Safran?!

 

 

Mit dem besten Wünschen zum neuen Jahr

 

Kerstin Ginzel 

Artemisia - Natur & Gesundheit

 

 

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